BROSCHÜRE
EnEV-Broschüre
Die 100-seitige Broschüre "EnEV Energieeinsparver- ordnung" zur EnEV 2007 können Sie hier herunter- laden.

ANLAGENTECHNIK
Anlagentechnik zur EnEV 2009
Beispiele Anlagentechnik entsprechend EnEV 2009 und EEWärmeGesetz

EMPFEHLUNGEN
Ziegelempfehlungen zur EnEV 2009
Ziegelempfehlungen für die EnEV 2009 sowie die KfW-Förderstufen und für diverse Haustypen

ANLAGENPLANUNG
Anlagenplanung EnEV 2009
Ausführungen zu Anlagen-
planung und Ausblick auf die EnEV 2012

ENEV 2009
Anforderungen EnEV 2009
Anforderungen zur EnEV 2009

BROSCHÜRE
Wärme aus erneuerbaren Energien
Die Broschüre "Wärme aus erneuerbaren Energien" können Sie mit einem Klick auf das Bild beim Bundes-ministerium für Umwelt herunterladen.

ENEV-SOFTWARE
Anforderungen EnEV 2009
Software zur EnEV 2009: Nachweis für Wohn- und Nichtwohngebäude

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Energieeinsparverordnung EnEV 2009

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG

Am 1. Juni 2008 hat der Bundestag das Wärmegesetz beschlossen. Seit dem 1. Januar 2009 ist das EEWärmeG in Kraft getreten. Es legt fest, dass spätestens im Jahr 2020 14 Prozent der Wärme in Deutschland aus Erneuerbaren Energien stammen sollen.

EnergieausweisAls erneuerbare Energien erkennt das Wärmegesetz an
  • solare Strahlungsenergie,
  • Biomasse,
  • Geothermie und
  • Umweltwärme.
Keine erneuerbare Energie ist Abwärme. Sie kann jedoch genutzt und als Ersatzmaßnahme anerkannt werden. Jeder Eigentümer eines neuen Gebäudes muss seinen Wärmeenergiebedarf zu einem bestimmten Anteil mit regenerativen Energiequellen decken:
  • bei solarer Strahlungsenergie zu mindestens 15 Prozent,
  • bei Biogas zu mindestens 30 Prozent und
  • in allen anderen Fällen zu mindestens 50 Prozent.
Um den effizienten und umweltfreundlichen Einsatz der erneuerbaren Energiequellen zu gewährleisten, stellt das Wärmegesetz zusätzliche Anforderungen an die technologische Nutzung der Energien. So müssen z.B. Solarkollektoren ein bestimmtes Gütesiegel vorweisen, SolarkollektorenWärmepumpen bestimmte Jahresarbeitszahlen erfüllen und Bioöle in Kesseln verbrannt werden, die der besten verfügbaren Technik entsprechen.

Kosten und Förderung

Durch erneuerbare Energien werden die Kosten für herkömmliche Brennstoffe eingespart. Der Einsatz von erneuerbaren Energien rechnet sich, wenn man nicht nur die Investitionskosten, sondern die gesamten Kosten über mehrere Jahre betrachtet. Diese Bilanz verbessert sich noch, wenn man die Förderprogramme der Bundesregierung berücksichtigt. Gebäudeeigentümer, die erneuerbare Energien nutzen, werden über das Marktanreizprogramm (MAP) gefördert. Seit Programmbeginn im Jahr 2000 sind Fördermittel in Höhe von 912 Mio. Euro abgeflossen, die wiederum Investitionen von 7,7 Mrd. Euro angeschoben haben (Stand: Mai 2008). Deshalb wird das Marktanreizprogramm fortgeführt. Ab 2009 werden sogar die zur Verfügung stehenden Mittel auf bis zu 500 Mio. Euro erhöht! Dadurch kommen noch mehr Bürgerinnen und Bürger in den Genuss staatlicher Zuschüsse. Gefördert werden grundsätzlich alle, die freiwillig erneuerbare Energien für die Wärmeversorgung nutzen. Das gibt Planungs- und Investitionssicherheit.

EnEV 2009

Die größten Energieeinsparpotenziale in Deutschland liegen im Gebäudebestand. Rund 85 Prozent des gesamten Energiebedarfs in privaten Haushalten fallen für Heizung und Warmwasser an. Durch fachgerechtes Planen und moderne Gebäudetechnik können teilweise bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs eingespart werden. In der EnEV 2009 werden die Anforderungen an den Neubau und den Gebäudebestand in einem ersten Schritt gegenüber der EnEV 2007 verschärft. Wie das Bundeskabinett im August 2007 in Meseberg beschlossen hat, soll es eine weitere Verschärfung im Jahr 2012 geben.

Die EnEV 2009 gibt gegenüber der EnEV 2007 folgende wesentliche Änderungen vor:
  • Erhöhung der Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden um durchschnittlich 30 Prozent.
  • Erhöhung der energetischen Anforderungen an die Gebäudehülle bei wesentlichen Änderungen im Gebäudebestand um durchschnittlich 30 Prozent.
  • Einführung des Referenzgebäudeverfahrens auch für Wohngebäude (galt bisher nur für Nichtwohngebäude).
  • Die Nachrüstverpflichtungen bei Anlagen und Gebäuden werden auch auf selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser übertragen.
  • Überprüfung der Einhaltung der Nachrüstverpflichtungen und der Vorgaben für die Anlagentechnik
  • Einführung einer Unternehmererklärung über nach EnEV durchgeführte Maßnahmen.
  • Regelungen zur Außerbetriebnahme von Nachtstromspeicherheizungen.
  • Erweiterung der Qualifikationsanforderungen an Energieausweisaussteller.

Referenzausführung eines Wohngebäudes zur Ermittlung des
zulässigen Primärenergiebedarfs gemäß EnEV 2009

Komponente
Eigenschaft
Referenzausführung
Außenwand
U-Wert
0,28 W/(m²K)
Fenster, Fenstertüren
UW-Wert
1,3 W/(m²K)
 
g -Wert
0,6
Dachflächenfenster
UW-Wert
1,4 W/(m²K)
 
g -Wert
0,6
Außentüren
U-Wert
1,8 W/(m²K)
Bauteil an Erdreich/ unbeheiztem Bereich
U-Wert
0,35 W/(m²K)
Dach, oberste Geschossdecke
U-Wert
0,2 W/(m²K)
Wärmebrückenzuschlag
Δ UWB
0,55 W/(m²K)
Luftdichtheit der Gebäudehülle
mit Dichtheitsprüfung n50
≥ h-1
Sonnenschutz
keine Sonnenschutzvorrichtung
Heizungsanlage
Brennwertkessel verbessert, Innenaufstellung in Gebäuden ≤ 2 WE, sonst außerhalb der thermischen Hülle, Systemtemperatur 55/45°C, zentrales Verteilsystem innerhalb der thermischen Hülle, hydraulischer Abgleich, geregelte Pumpe, statische Heizflächen an Außenwand, Thermostatventile 1 K
Trinkwassererwärmung
zentral über Heizung, Solaranlage mit Flachkollektoren, indirekt beheizter Speicher, Verteilung innerhalb der thermischen Hülle, innenliegende Stränge, mit Zirkulation; alternativ: elektrische TW-Erwärmung wohnungszentral ohne Speicherung
Kühlung
keine Kühlung
Lüftung
Zentrale Abluftanlage, bedarfsgeführt

Zusatzforderung Wohngebäude: Begrenzung Transmissionswärmeverlust H'T,max,2009
Transmissionswärmeverluste

Referenzausführung Nichtwohngebäude

Komponente
Zonentemperatur ≥ 19°C
Zonentemperatur < 19°C
Außenwände
U = 0,28 W/(m²K)
U = 0,35 W/(m²K)
Vorhangfassade
U = 1,4 W/(m²K)
U = 1,9 W/(m²K)
Fenster
U = 1,3 W/(m²K)
U = 1,9 W/(m²K)
Dächer
U = 0,2 W/(m²K)t
U = 0,35 W/(m²K)
Bauteile an Erdreich
U = 0,35 W/(m²K)
U = 0,35 W/(m²K)
Wärmebrückenzuschlag
U = 0,05 W/(m²K)
(gemäß Beiblatt 2 DIN 4108)
0,1 W/(m²K)
ohne Nachweis
Lüftung
mechanische Abluftanlage oder Zu-/Abluft mit WRG
Warmwasser
solare Wassererwärmung
Heizung
Öl-Brennwert 55/45°C

Die möglichen Referenzausführungen der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sind auf Grund des Umfangs hier nicht wiedergegeben und können dem Gesetzestext entnommen werden.

Die Energieeinsparverordnung belohnt eine sorgfältige Planung

Feuchteschäden
Über eine Energiebilanz sind alle Wärmeverluste und -gewinne eines Hauses nachzuweisen. Dabei darf die Differenz aus Verlusten und Gewinnen einen von der Gebäudegeometrie abhängigen Grenzwert für den Primärenergiebedarf nicht überschreiten.

Ermittelt werden dabei der Heizwärmebedarf, die Heizenergie zur Warmwasserbereitung, die Wärmeverluste der Heizungsanlage sowie die Energieverluste, die bei der Gewinnung, der Umwandlung und dem Transport des Brennstoffes entstehen. Wie der zulässige Primärenergiebedarf eines Hauses erzielt wird, liegt im Gestaltungsfreiraum des Planers und des Bauherren.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau unterstützt Bauherren, die den Energiebedarf weiter senken. Sie gewährt für die sogenannten KfW-60 bzw. KfW-40 Häuser zinsverbilligte Darlehen, sogenannte KfW-Kredite. In die Kategorie der KfW-40 Häuser fallen auch die als Passivhäuser bezeichneten Objekte.

Energiebilanz am Beispiel eines Einfamilienhauses

WärmeverlusteVerlust von Heizenergie

Ein Haus hat zwei ganz unterschiedliche Wärmeverlustquellen. Es verliert zum einen Wärme über die Gebäudehülle, zum anderen beim für die Hygiene erforderlichen Lüften und durch die in der Gebäudehülle vorhandenen Lecks. Gleichzeitig gewinnt es Wärme durch die Sonneneinstrahlung (solare Energiegewinne) und durch elektrische Geräte (interne Energiegewinne). Die Differenz aus den Verlusten und Gewinnen ergibt den sogenannten Heizwärmebedarf eines Hauses.

Zu den Wärmeverlusten über die Gebäudehülle, den sogenannten Transmissionswärmeverlusten, tragen die Wände nur zu einem geringen Teil bei. Ziegelwände dämmen sehr gut. Wichtig ist es, dass Dach, Fenster, Türen und Keller das gleiche gute Dämmniveau erreichen.

Lüftungsverluste optimieren

Bei den Lüftungswärmeverlusten hat ein Ziegelhaus die Nase vorn, denn verputzte Ziegelwände sind und bleiben lebenslang luftdicht. Eine undichte Gebäudehülle treibt die Verluste unkontrollierbar in die Höhe. Deshalb werden in der Energieeinsparverordnung für Häuser, die nicht auf Luftdichtigkeit geprüft sind, bereits in der Energiebilanz höhere Lüftungswärmeverluste angesetzt. Vorteilhaft ist, dass Ziegel der einzige tragende Baustoff ist, der nicht schwindet; Risse und Fugen können so nicht entstehen.

Undichte Gebäudehülle – eine potentielle Schadensquelle

Kann warme, mit Feuchtigkeit angereicherte Innenluft über Leckstellen durch ein mit Dämmstoff verfülltes Bauteil nach draußen strömen, besteht die Gefahr, dass es durchfeuchtet. Das liegt daran, dass in der kalten Jahreszeit die Luft im Bauteil abkühlt und die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Feuchte Dämmstoffe verlieren ihre Dämmwirkung und fangen an zu schimmeln. Gefährlich ist dabei, dass die innerhalb der Wände und Decken entstandenen Schimmelpilzsporen unsichtbar bleiben und die Raumluft belasten. In einem Ziegelhaus können diese Bauschäden nicht auftreten, denn verputzte Ziegelwände sind immer winddicht (vgl. DIN 108-7). In ihnen kann sich kein Schimmel festsetzen.

Wärmebrücken sind thermische Schwachstellen in der Gebäudehülle

FeuchteschädenWärmebrücken führen nicht nur zu Energieverlusten, sondern in ihrer Umgebung sinken die raumseitigen Oberflächentemperaturen der Bauteile. Auf kalten Bauteiloberflächen schlägt sich der Wasserdampf der Luft als Tauwasser nieder. Sinkt diese Temperatur häufig unter 12,6°C ab, muss mit Schimmelbildung gerechnet werden (DIN 4108-2). Die Ziegelindustrie hat umfangreiche Details entwickelt, die Wärmebrücken weitgehend vermeiden. Unser PC-Programm zur Energieeinsparverordnung enthält entsprechende Vorschläge zur Vermeidung von Wärmebrücken. Sie erhalten es gegen eine Gebühr zugesandt. Patches zur Anpassung erhalten Sie kostenlos im Downloadbereich.
 

Brennstoff und Heizungsanlage optimieren

Bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs wird der Heizwärmebedarf anteilig mit den Verlusten der Heizungsanlage und der vorgelagerten Prozessketten beaufschlagt. Der Multiplikator ist die sogenannte Anlagenaufwandszahl ep, die wiederum von den Energieverlusten zur Beschaffung des Brennstoffes sowie vom Wirkungsgrad und Standort der Heizungsanlage abhängt. Positiv wirken sich nachwachsende Brennstoffe und innerhalb des wärmegedämmten Bereichs stehende Heizungen aus. Wie stark die Anlagenaufwandszahl ep den Primärenergiebedarf verändern kann, zeigt die Bandbreite: Eine Holz-Pelletheizung mit hohem Wirkungsgrad kann den rechnerischen Primärenergiebedarf auf 50% des Heizwärmebedarfs senken, eine ungünstige Ölheizung zu 70% Aufschlag führen.

Einfluss der Anlagenaufwandszahl auf den Primärenergiebedarf

Wegen des starken Einflusses der Wärmeerzeugung auf den Primärenergiebedarf muss die Art der Anlagentechnik bereits in einer frühen Planungsphase feststehen. Die Heizungsanlage sollte immer innerhalb des wärmegedämmten Bereiches eines Hauses, z.B. im wärmegedämmten Keller, untergebracht sein, damit ihre Abwärme dem Haus nutzt. In die Entscheidung für ein Heizungssystem sollten die Erwartungen hinsichtlich der Energiepreisentwicklung, die Kosten und die Ausgereiftheit der Anlagentechnik sowie das Vertrauen in die zukünftige Wartung der Anlagen einfließen.

Das System macht den Unterschied (TR)

AnlagentechnikÖkologisch hochwertige Außenwände aus rein mineralischen Wärmedämmziegelen bilden das konstruktive und energetische Grundgerüst einer wirtschaftlichen Planung eines Hauses. Ohne zusätzliche Dämmschicht werden z.B. mit dem MZ7 und MZ8 extrem niedrige U-Wert von 0,14 bzw. 0,16 W/m²K erreicht. Gemeinsam mit einer massiv ausgeführten Deckenkonstruktion werden so hervorragend temperaturausgleichende und energiesparende Wärmespeichermassen erstellt. Die Wirkung solcher Speichermassen wird häufig unterschätzt. Bei einem Gebäude, dessen Energiebedarf den Anforderungen der Energieeinsparverordnung bereits entspricht, können größere Speichermassen den Heizwärmebedarf zusätzlich um bis zu 15 % senken. Auf dieser massiven Basis kann nun die Kombination der optimalen Anlagentechnik festgelegt werden. Denn je besser die Anlagentechnik mit der Gebäudesubstanz harmoniert, umso effizienter ist auch die Energieerzeugung.

Wie erreicht man das gewünschte Energiesparniveau?

Die vorstehenden Ausführungen zeigen, wie wichtig es ist, das Energiekonzept eines Hauses sorgfältig zu planen. Wir unterstützen Sie mit einem Berechnungsprogramm. Eine Orientierung, wie sich das Energiesparniveau der Häuser steigern lässt, zeigt folgende Übersicht:
 
Energie-Sparniveau
Bauteil
EnEV 2009
KfW Förderstufe*
Wand
U ≤ 0,28 W/m²K
U < 0,28 ≥ 0,25 W/m²K
Fenster
U ≤ 1,30 W/m²K
U ≤1,30 ≥ 0,9 W/m²K
Dach
U ≤ 0,20 W/m²K
U ≤ 0,20 ≥ 0,15 W/m²K
Kellerwand u. -sohle
U ≤ 0,35 W/m²K
U ≤ 0,35 ≥ 0,30 W/m²K
Wärmebrückenzuschlag
U ≤ 0,05 W/m²K
optimiert
Lüftung
•geprüfte Luftdichtheit
•Fensterlüftung
•zentrale Abluftanlage,
  bedarfsgeführt
  (Mehrfamilienhaus)
•geprüfte Luftdichtheit
•Lüftungsanlage mit Wärme-
  tauscher
•Lüftungsanlage, evtl. mit   Wärmerückgewinnung (Ein-,   Mehrfamilienhaus)
Heizung
• Brennwert- oder Nieder-
   temperaturkessel
• Brennwertkessel
• Pelletheizung
• evtl. zusätzlich Solarkollek-
   toren
• in Lüftungsanlage integrierte    Elektroheizung
• Wärmepumpe
• zusätzlich Solarkollektoren
Warmwasseraufbereitung
integriert in Heizkessel
Solarkollektoren
Solarkollektoren
Hilfsstrom für Wärmeerzeugung
aus dem Netz
aus dem Netz oder Photovoltaik
*Näherungswerte

Ein Ziegelhaus kann mehr

Ziegelwände haben nicht nur eine sehr gute Wärmedämmung. Da verputzte Wände immer luftdicht sind, hat das Haus nur geringe Lüftungswärmeverluste. Gleichzeitig senken die Wärmespeichermassen den Heizwärmebedarf. Es ist daher relativ einfach, den Primärenergiebedarf und damit die Heizkosten auf eine KfW Förderstufe zu senken. Unsere Bauberater geben Ihnen Tipps und informieren Sie ausführlich.

Energiepass dokumentiert das Energiesparniveau

Seit der Energieeinsparverordnung 2007 ist für jeden Neubau ein Energiepass zu erstellen. Er gehört zum Nachweis des Primärenergiebedarfs und wird im Rahmen der Berechnung automatisch mit erstellt.

Ziegelhäuser für jedes Dämmniveau

Ziegel-Außenwände erfüllen alle Wünsche an den Wärmeschutz. Wie gut eine Wand die Wärme im Haus hält, zeigt der U-Wert. Je kleiner er ist, desto besser ist die Dämmung. Für Ziegel-Außenwände stehen zwei Konstruktionsvarianten zur Auswahl:
  1. Einschalige Außenwände
  2. Wände mit Wärmedämmverbundsystem

Einschalige Außenwände aus Wärmedämmziegeln

U-Wert-Tabelle monolithische ZiegelwändeU-Wert-Tabelle monolithische Ziegelwände: Zum öffnen bitte auf das Bild klicken
Diese beliebte Konstruktion ist besonders robust und diffusionsoffen. Außen schützt ein auf den Ziegel abgestimmter Putz gegen Witterungseinflüsse und bestimmt das optische Erschei nungsbild des Hauses. In Zusammenarbeit mit den führenden Putzherstellern erarbeitete Empfehlungen für auf Wärmedämmziegel abgestimmte Außenputze stehen zur Verfügung. Wärmedämmziegel werden für die Wanddicken 30,0 cm, 36,5 cm, 42,5 cm und 49,0 cm (ohne Putz) geliefert. Bauherren können eine Wärmeleitfähigkeit von 0,07 bis 0,14 W/mK wählen.

Zum Vergleich: Nadelholz hat die Wärmeleitfähigkeit von 0,13 W/mK und Hartschaumdämmstoff 0,03 bis 0,04 W/mK. Eine 365 mm dicke Ziegelwand mit Wärmeleitfähigkeit von 0,08 W/mK dämmt so gut wie 18 cm Dämmstoff (Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040). Wärmedämmziegel sind mit ihrer Rohdichte zwischen 0,6 und 0,8 kg/dm³ bei gleicher Wärmedämmung im Vergleich zu anderen Massivbaustoffen relativ schwer. Das bringt große Vorteile bei der Wärmespeicherung, beim Schallschutz und der Tragfähigkeit, denn kein anderer Baustoff maximiert diese Werte gleichzeitig in so hohem Maße wie der Ziegel.
 
U-Wert-Tabelle monolithische ZiegelwändeU-Wert-Tabelle Ziegelwände mit WDVS: Zum Öffnen bitte auf das Bild klicken

Ziegelaußenwände mit Wärmedämmverbundsystem

Bei Ziegelwänden mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) reguliert die tragende Ziegelwand aus schweren Hochlochziegeln (Wanddicken von 17,5 cm oder 24 cm mit der Ziegelrohdichteklasse > 1,0) die Luftfeuchte, gewährleistet den Schallschutz und gleicht Temperaturschwankungen aus. Die Dämmschicht hält die Wärme im Haus. Bitte beachten Sie: Abhängig vom Dämmstoff können Wärmedämmverbundsysteme den Schutz gegen Außenlärm günstig oder ungünstig verändern. Zudem kann es bei WDVS durch Tauwasserbildung zu Algenwachstum und Vermoosung an der Fassade kommen. Spezielle Putzsysteme schaffen hier Abhilfe. Unsere Bauberater geben Ihnen gerne auf den Einzelfall abgestimmte Auskünfte.
 

Wärmespeicherfähigkeit

Die Masse eines Baustoffes ist entscheidend für seine Wärmespeicherfähigkeit. Je mehr Masse ein Baustoff besitzt, desto mehr Energie kann er speichern. Diese Fähigkeit wirkt sich positive auf das Wohlbefinden der Bewohner aus, da ein Großteil der aufgenommenen Energie in Form von Temperaturstrahlung - vergleichbar mit der Sonnenstrahlung - an die Umgebung abgegeben wird. Massivwände in einschaliger Ausführung erzielen Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung bereits während der Heizperiode, da die außenseitig erwärmte Wand die Heizenergie von innen nicht abfließen lässt. Raumumschließende Bauteile die eine geringe Wärmespeicherfähigkeit besitzen führen zu einer schnellen Absenkung der Oberflächentemperatur. Räume kühlen bei Unterbrechung der Heizleistung stark aus. Wandkonstruktionen aus Ziegeln von Mein Ziegelhaus besitzen neben dem erhöhten Wärmeschutz auch eine hervorragende Wärmespeicherfähigkeit.

Auskühlen eines RaumesAuskühlzeit -
sommerlicher Wärmeschutz

Ein angenehm behagliches Raumklima wird durch einspeichern und langsames abgeben der Wärmeenergie aus der Wand an die Umgebung erzielt. Dieser Vorgang wird durch den Begriff Auskühlzeit definiert. Die Wärmespeichermasse der Wand entzieht tagsüber der Raumluft die überschüssige Wärme und beugt so einer Überhitzung vor. Kühlt bei Eintritt der Dunkelheit die Außenluft ab, geben die Wände ihre Wärme wieder ab. Am nächsten heißen Tag können sie erneut ihre Kühlfunktion übernehmen. In der Übergangszeit mit heißen Tages-, aber kühlen Abendstunden wärmen die Ziegelwände das Gebäude.

Weitere Informationen zur EnEV finden Sie auch unter

www.enev-online.de www.ziegel.de www.bmvbw.de www.gre-online.de www.bhks.de www.flib.de