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Mein Ziegelhaus - ein Traum soll Wirklichkeit werden!

Energie ist teuer und wird sicher noch teurer werden - wie spare ich auf Dauer am meisten?

Energiekosten
Jedes neu geplante Eigenheim muss heute praktisch ein Niedrigenergie- haus sein. Das fordert die seit Februar 2002 geltende Energieeinsparverord- nung (EnEV). Wohnhäuser dürfen damit im Jahr nur noch einen maximalen Heizwärmebedarf von ca. 7 Liter Heizöl je m² beheizter Fläche haben. Häuser mit noch geringerem Heizenergiebedarf fördert die Bundesregierung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zusätzlich durch zinsgünstige Darlehen.

Wir haben uns frühzeitig auf diese Entwicklung eingestellt. Das fiel nicht schwer, denn die Außenwände sind nur für etwa 15 % der Energieverluste verantwortlich.

Keller sollten in den wärmegedämmten Bereich einbezogen sein. In Niedrigenergiehäusern sind ungedämmte Keller sehr kalt und kaum nutzbar, weil hochwertig gedämmte Kellerdecken und Heizungsanlagen mit hohem Wirkungsgrad (z.B. von Vaillant) fast keine Wärme mehr in das Untergeschoss abgeben. Wärmegedämmte Keller dagegen bieten wertvollen Lebensraum für vielfältige Nutzung.

Energieverluste
Beispiel für anteilige Energieverluste eines Niedrigenergiehauses bei einer stündlichen Luftwechselrate von 60%
Jedes Haus verliert Wärme über die Gebäudehaut (Transmissionswärmeverluste), durch Lüften, in der Heizanlage und für die Warmwasserbereitung. Die EnEV 2002 verlangt keine bestimmten U-Werte für die Bauteile. Es ist nur nachzuweisen, dass der zulässige Energiebedarf stimmt. Jeder Hausbesitzer kennt künftig die energetische Qualität seines Hauses, da das Ergebnis in einem Energiepass dokumentiert wird.

Um die Wärmeverluste zu minimieren ist folgendes - neben einer guten Dämmung - sehr wichtig:
  • eine winddichte Gebäudehülle
  • eine Heizungsanlage mit gutem Wirkungsgrad
  • möglichst viel Abwärme von Heizung und Warmwasserspeicher im Gebäude halten

Sonnenenergie nutzen

Die tief stehende Sonne liefert im Winter kostenlose Heiz- energie. Am meisten Sonnenwärme gelangt durch Südfenster in das Haus. Deshalb große Fensterflächen nach Süden einplanen (aber nicht mehr als 50 % der Wandfläche, damit die Räume im Sommer nicht überhitzen), möglichst wenig Fensterfläche nach Norden einplanen, nach Osten und Westen entsprechend der notwendigen Belichtung. Mit wärme- speichernden Wänden halten Sie die so gewonnene Wärme im Haus und entlasten die Heizung.

Unser Tipp: Innenwände mit einer Rohdichte von 1,2 kg/dm³ haben 50% mehr Speichermasse im Vergleich zu konventionellen Innenwandziegeln, nehmen die überschüssige Wärme des Tages auf und geben Sie abends wieder an die Raumluft ab!

Wärmespeichermassen senken Heizkosten

Die Kombination aus Wärmedämmung und Wärmespeicherung massiver Ziegel schafft Wohn- behagen in allen vier Jahreszeiten.

Durch die Speicherung der Sonnenwärme wird die Heizanlage entlastet, denn: An sonnigen Tagen kann die tiefstehende Sonne die Räume stark aufheizen. Fehlen Wärmespeichermassen, muss die überschüssige Wärme weggelüftet werden, damit es nicht unerträglich warm wird. In der Praxis ist das schon lange bekannt.

Unkontrolliertes Lüften lässt Heizenergie verpuffen

Jedes Haus braucht frische Luft, damit die Raumhygiene stimmt. Das Lüften sollte jedoch gezielt über Fenster oder Lüftungsanlagen (z.B. von LTM oder Vallox) erfolgen. Über undichte Wände und Decken verliert ein Haus viel Wärme, die zuvor teuer erkauft wurde. Zugluft schadet dem Wohnbehagen und kalter Zug kann die Ursache von Krankheiten und Schimmelbildung sein.

Wärmeverluste
Viele Bauherren von Niedrigenergiehäusern sind enttäuscht, wenn der errechnete Heizenergieverbrauch im praktischen Betrieb deutlich höher liegt. Meistens liegt die Ur- sache dafür nicht in der mangelnden Wärme- dämmung des Gebäudes, sondern die Wärme- verluste gehen auf das Konto falscher Lüftung:
  • Hausbewohner lüften zu häufig oder falsch
  • die Winddichtigkeit der Decken und Wände ist mangelhaft
Auch an windstillen Tagen entweicht warme Luft durch undichte Anschlüsse.

Massive Ziegelhäuser sind bereits durch ihre Bauweise winddicht. Sie brauchen keine Dich- tungsfolien, bei denen sich die Stöße langfristig lösen können, wenn sie nur verklebt sind.

Kompakter Baukörper

Auch die Gebäudeform wirkt sich auf den Heizenergiebedarf aus. Bei gleichem Raumvolumen können Gebäude unterschiedlich große Außenoberflächen haben, die Wärme an die Außenluft abgeben. Niedrigenergiehäuser sollten kompakt und wenig gegliedert sein! So wird die Außenoberfläche möglichst klein gehalten.

Zonierung der Räume

Pufferzonen sparen Heizenergie. Räume mit niedrigen Innentemperaturen bilden Pufferzonen im Norden. An die Außenwände angrenzende Garagen und Abstellräume mindern die Energie- verluste.
  • Im Norden sollten Räume mit niedrigen Temperaturen liegen
  • An das Gebäude angrenzende ungeheizte Abstellräume oder Garagen
    senken den Heizwärmebedarf

Einfluss der Heizungsanlage

Bei der weiteren Absenkung des Wärmebedarfs gewinnt das Zusammenspiel zwischen Gebäude und seiner Heiztechnik erheblich an Bedeutung.
  • Je mehr die solaren Wärmegewinne und die internen Wärmelasten die gleiche Größenordnung wie die Transmissionswärmeverluste erreichen, desto größer
    werden die Anforderungen an die Regelung der Heizung.
  • Wärmespeichermassen regeln die Raumtemperatur durch ihre Fähigkeit,
    überschüssige Wärme aufzunehmen (z.B. wenn an sonnigen Tagen viel
    Wärmeenergie der tiefstehenden Sonne die Räume aufheizt).
  • Je kleiner die Heizungsanlage sein darf, desto gravierender ist der Einfluss
    ihrer Verluste. Niedrigenergiehäuser sollten moderne Brennwerttechnik mit
    höheren Jahresnutzungsgraden bzw. kleineren Aufwandszahlen nutzen.
  • Die Verluste durch Heizungsrohre spielen ebenfalls eine große Rolle.
    Sie sollten möglichst nicht an Außenwänden verlaufen.