Ziegelherstellung in Klosterbeuren
3. Gebäudeerrichtung

Ziegel für eine nachhaltige Lebens-
und Wirtschaftsweise
Zu den zentralen Aufgaben der Bauwirtschaft gehört die wirtschaftliche Erstellung von Gebäuden, in denen Menschen wohnen und arbeiten. Wirtschaftlichkeit bedeutet auch: langlebige Konstruktionen, geringe Folgekosten, minimale Heizkosten und gute Nachnutzungsmöglichkeiten. Ziegelhäuser haben durch Jahrtausende bewiesen, dass sie über Generationen beständig sind. Der Ziegel zeichnet sich als langlebiges Gebrauchsgut durch eine im Baustoffvergleich überdurchschnittlich lange Lebensdauer aus, wie z.B. Aquädukte aus Backstein aus der Zeit der Römer oder romanische und gotische Kirchen-Ziegelbauwerke zeigen. Bezogen auf die Lebensdauer eines Gebäudes von 80 bis 100 Jahren überwiegt der Einfluss des Heizenergiebedarfs während der Nutzung die Energieaufwendungen für Errichtung, Instand- haltung und Abbruch bei weitem.
Der Ziegel ist der Baustoff der kurzen Wege.
Bei den für die Ziegelherstellung verwendeten Rohstoffen Ton, Lehm und Sand handelt es sich zum überwiegenden Teil um lokale Rohstoffvorkommen in unmittelbarer Nähe der Ziegeleien. Die Transportentfernungen von den Gruben zum Werk sind äußerst gering (in unserem Fall ca. 500 m per elektrisch betriebenem Förderband).
Deutschlandweit und flächendeckend können Hintermauerziegel aus einem Umkreis von 50 km direkt bei einem von rund 150 Ziegelwerken bezogen werden. Die Wahl von Ziegelerzeugnissen für ein Gebäude entspricht damit auch der dem Prinzip der Nachhaltigkeit zugrundeliegenden Forderung nach vornehmlicher Verwendung regional produzierter Wirtschaftsgüter.



