ThermoPlan MZ8
Schnittzeichnung durch den MZ8
Der neue ThermoPlan MZ8: wärmer wird's nicht!


Schallschutz:

Leichte Trennwände richtig anschließen

Verbindungsprofile
Leichte Trennwände können den Schallschutz erheblich verschlechtern. Schuld ist die Schall- übertragung über „flankierende Bauteile“. Jetzt bieten die Ziegelwerke mit den Ziegeln als System geeignete EAP-Entkopplungsprofile für leichte Trennwände der Wanddicke 11,5 cm an. Das Entkopplungsprofil unterbricht die Flankenüber-tragung und verbessert schlagartig den Schallschutz ohne die Tragfähigkeit der Wand unzulässig zu schmälern. An der Decke verhindert das elastische Profil neben der Schallübertragung das Übertragen von Lasten aus der Deckendurchbiegung. Dem Entstehen von Rissen in den nichttragenden Wänden wird so entgegen gewirkt.

Die Schallübertragung erfolgt nicht nur über das trennende Bauteil, sondern auch horizontal und vertikal über die flankierenden Wände oder Decken. Die Schallschutzanforderungen zu erfüllen setzt voraus, dass die Schall-Längsleitung angrenzender Bauteile den Schallschutz des trennenden Bauteiles nicht unzulässig mindern. Bei der Berechnung des bewerteten Schalldämm-Maßes eines trennenden Bauteiles nach DIN 4109 ist daher nachzuweisen, dass die mittlere flächenbezogene Masse aus der Summe der flankierenden Bauteile mindestens 300 kg/m² beträgt. Anderenfalls ist mit einer Verschlechterung des Schallschutzes zu rechnen. Schalltechnisch kritische Bauteile sind leichte Trennwände. Sie dämpfen aufgrund ihrer geringen Masse die Schallübertragung längs der flankierenden Bauteile verhältnismäßig wenig. Bindet eine leichte Trennwand in eine hochschalldämmende Wohnungstrennwand ein, erreicht diese u.U. nicht die theoretisch mögliche Schalldämmung. Das gleiche gilt für Stahlbetondecken, an die leichte Trennwände anschließen.

Schalllängsleitung aufgehoben

Eine elastische Trennung der Wand mit den EAP-Trennwandprofilen verhindert die Übertragung der akustischen Schwingungen. Die Schalllängsleitung über die leichte Trennwand braucht beim Schallschutznachweis nicht mehr berücksichtigt zu werden! Praxismessungen am Bau bestätigen: Die Schalldämmung der Wohnungstrennwände und Decken steigt um 1 bis 2 dB, also genau um den Wert, der bei Nachmessungen in Streitfällen häufig fehlt.

Einfache Verarbeitung

Das EAP-Profi aus Polypropylen wird mit Dübeln an der Wohnungstrennwand und an der Decke befestigt. Am Boden genügt es, die Trennwand auf eine Bitumenfilzpappe zu stellen. Da sich die Trennwandziegel einfach in das Profil einschieben lassen, stimmt ohne weitere Maßnahmen die Maßgenauigkeit der Wand. Das Profil ist so geformt, dass es einen Anschlag zum Abziehen des Putzes bildet. Das erleichtert nicht nur die Putzarbeit. Gleichzeitig verhindert es, dass der Putz eine Schallbrücke bildet und damit die akustische Entkopplung aufhebt.

Statisch unbedenklich

Nichttragende Trennwände müssen zwar keine Auflasten, aber Horizontalkräfte aus Stößen, Menschengedrängel und Konsolen aufnehmen. Das Institut für Ziegelforschung stellte fest, dass das die in diesem Ziegel-EAP-Systeme (=Ziegel-Innenwand-System ZIS) erstellte Trennwände die Anforderungen für die Lastfälle entsprechend DIN 4103-1 für Einbaubereich 1 (geringe Menschenansammlungen, z.B. in Wohnungen) und Einbaubereich 2 (große Menschenansamm-lungen, z.B. in Versammlungsräumen) ohne weiteres erfüllen. Bei vierseitiger Lagerung wurde der Versuch bei 10-facher Sicherheit abgebrochen. Bei dreiseitiger Lagerung, d.h. bei einem freien vertikalen Rand, z.B. an einer Tür, geht eher die Wand kaputt, als dass das Profil nachgibt.
Quelle: Thermopor  | Ulm  | 04.2004