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Eine Rekord-Party zum Rekord-Jubiläum

Ziegelwerk Klosterbeuren feiert im September 200-jähriges Bestehen

Luftbild vom Mai 2005Klosterbeuren (jm). Es wird eine der größten Geburtstagspartys, die das Allgäu je gesehen hat: Über 10.000 Menschen erwartet das Ziegelwerk Klosterbeuren (Landkreis Unterallgäu) zum Tag der offenen Tür - dem "Familientag " - am Samstag, 17. September, mit dem das Unternehmen sein 200-jähriges Bestehen feiert. Mit zwei Jahrhunderten Firmen-geschichte zählt das Ziegelwerk Klosterbeuren zu den traditionsreichsten Unternehmen Europas.

Die Ursprünge der Ziegelei reichen sogar bis ins 14. Jahrhundert zurück, als das Kloster in Klosterbeuren in einem kleinen Stadel erstmals Ziegel für den Eigenbedarf brannte. Mit der Säkularisation gelangte der Ziegelstadel von Klosterbeuren im Jahr 1805 schließlich in Privatbesitz.

Das Ziegelwerk Klosterbeuren hat in der Vergangenheit immer wieder Rekorde gebrochen. Vor 14 Jahren nahm das Familienunternehmen das weltweit größte Mauerziegelwerk in Betrieb, 1995 wurde es als erster Mauerziegelhersteller in Europa nach der neuen DIN-Norm ISO 9001 zertifiziert. Derzeit verfügt das traditionsreiche Familienunternehmen über eine der modernsten Fertigungsanlagen in ganz Europa. „Wir investieren laufend in neueste Technologien und in die Umwelt“, sagt der technische Geschäftführer, Hubert L. Thater, der das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Thomas Thater (kaufmännischer Geschäftsführer) leitet. Erst im Frühjahr nahm das Ziegelwerk Klosterbeuren eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb.

Mit einer jährlichen Produktion von 200.000 Tonnen ist das Ziegelwerk Klosterbeuren nicht nur der größte Mauerziegelhersteller in Schwaben, sondern auch einer der bedeutendsten Hersteller in Deutschland. Knapp 80 Prozent aller im Allgäu gebauten Massivhäuser tragen Ziegel aus Klosterbeuren in sich.

Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Mit dem großen Jubiläumsfest wollen wir der Bevölkerung nicht nur Gelegenheit zum Mitfeiern geben, sondern auch den ökologischen Baustoff Ziegel und den umweltschonenden Produktionsablauf näher bringen“, so Thomas Thater.


Auf dem zehn Hektar großen Firmengelände in Klosterbeuren ist auch bei laufendem Produktionsbetrieb jede Menge Platz für Attraktionen. „Bei schönem Wetter können wir die Lehmgrube zum Spielen frei geben, außerdem können die Gäste stündlich einen Hub-schrauberflug und zum Abschluss als Highlight eine Ballonfahrt gewinnen“, hofft Thomas Thater auf ein sonniges Fest, das von 10 bis 17 Uhr über die Bühne geht. Ab 12.30 Uhr wird kein Geringerer als der Allgäuer Star-Search-Teilnehmer Thomas Wohlfahrt mit seiner Band „Why Not“ den Klosterbeurer Geburtstagsgästen einheizen. Und auch beim Catering haben sich die Thaters mit internationalen Spezialitäten etwas Besonderes einfallen lassen.

Seit dem Jahr 1840 ist die Familie von Hubert L. und Thomas Thater mit dem Ziegelwerk Klosterbeuren verbunden, damals erwarb Johann Kohlauf den Ziegelstadel von Joseph Huber, dem Sohn des ersten Privateigentümers, Anton Huber. Kohlaufs Schwiegertochter Theresa übergab den Ziegelstadel im Jahr 1892 an ihre Adoptivtochter Anna Nägele, die Urgroßmutter der heutigen Geschäftsführer. Von August 1921 bis 1955 führten Anna Nägeles Tochter Josefa Leinsing und ihr Mann Ludwig Leinsing das Unternehmen. Noch im Jahr 1921 legten die Großeltern von Hubert und Thomas Thater den Grundstein für das spätere Wachstum, als sie die Produktion von einer Handziegelei in eine Dampfziegelei umstellten und somit erstmals eine Art Industrialisierung vornahmen. Von 1955 bis zum Jahr 1989 leiteten die Leinsing-Tochter Anni Thater und ihr Ehemann Hubert C. Thater das Unternehmen, ehe am 1. Januar 1989 die heutigen geschäftsführenden Gesellschafter das Ziegelwerk von ihren Eltern übernahmen.
Quelle: Ziegelwerk Klosterbeuren  | Klosterbeuren  | 20.07.2005