ThermoPlan MZ8
Schnittzeichnung durch den MZ8
Der neue ThermoPlan MZ8: wärmer wird's nicht!


Ziegel-Wohlfühlhaus:

Solare Wärmegewinne auch im Winter

Freistehendes Einfamilienhaus
  • große Fenster im Süden lassen viel Sonne herein

  • massive Ziegelwand speichert die natürliche Wärme

  • Solaranlage spart Heizenergie oder produziert Strom

Wenn draußen der Frost regiert, es schneit und windet, wird das eigene Haus zur schützenden und wärmenden Zuflucht. Doch heizen ist so teuer wie nie. Gleichwohl will aber auch niemand, wie früher, im Winter nur die Wohnküche aufwärmen. Es wird also immer wichtiger, Gebäude so auszurichten, dass die kostenlose Sonne möglichst viel zur Erwärmung beiträgt - und das ist auch im tiefsten Winter möglich. Solare Zugewinne lassen sich maximieren, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Zum einen sollte das Haus klar zur Sonne hin ausgerichtet sein, mit großen Fenstern auf der Südseite. Wichtig ist zudem eine massive Gebäudehülle, etwa aus Ziegeln, die die Wärme der Sonne aufnimmt, speichert und langsam nach innen hin abgibt. Und drittens lässt sich die solare Energie aktiv nutzen, mit einer Solarkollektoren oder einer Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach.

Natürlich wärmt die Sonne im Winter nicht so stark wie im Sommer. Das liegt daran, dass sie nicht so lange scheint und dass sie tiefer am Himmel steht. Die Solararchitektur sorgt nun dafür, dass die wenigen Sonnenstrahlen voll genutzt werden: Für solare Wärmegewinne ist es optimal, das Haus nach Süden auszurichten. Wohnzimmer und Aufenthaltsräume werden zur Sonne platziert, sie öffnen sich mit großen Fenster nach draußen: Die verglasten Flächen fangen im Winter beträchtliche Mengen Sonnenenergie ein. Um den Energieverlust klein zu halten, sind im Norden nur kleine Fenster zu empfehlen. Zu große Verglasungen können freilich im Sommer sowie in den Übergangszeiten die Wohnräume überhitzen. Hier gilt es mit dem Planer einen wohngesunden Mittelweg zu finden - als Faustregel gilt: Fensterflächen sollten nicht mehr als zwei Drittel der zugehörigen Außenwand einnehmen.

Doch nicht nur über die Südfenster kommt Sonnenwärme ins Haus: Auch eine massive Wand aus Ziegeln erzielt solare Gewinne Dieses Mauerwerk hat dank seiner hohen Masse eine hervorragende Wärmespeicherfähigkeit: Die Sonnenenergie wird von den Ziegeln aufgenommen, gehalten und langsam wieder in die Innenräume abgegeben. Ein Kachelofen funktionert ähnlich. Aus dem massiven Baustoff erstellte Häuser benötigen dank der solaren Zugewinne rund 10 Prozent weniger Heizenergie. Winters wie Sommer gleicht die Wand die Schwankungen der Außentemperatur aus und sorgt innen für eine angenehme Oberflächentemperatur. Die "warme Wand" sendet stets eine angenehme, langwellige Wärmestrahlung aus. Und ist die Wärme erst im Gebäude, lässt sich die Ziegelmauer so schnell nicht wieder überwinden: Der massive Baustoff hat beste Dämmeigenschaften.

Und die Sonne genügt auch, um ein kleines Kraftwerk auf dem Hausdach zu betreiben: Mit einer Kollektorfläche von lediglich zwei auf drei Meter lassen sich durchaus 60 Prozent des Warmwasserbedarfes eines Vier-Personen-Haushaltes decken. Aktuell fördert der Staat jeden Quadratmeter einer solchen solarthermischen Anlage mit 110 Euro. Zudem gibt es günstige Kredite von der KfW-Bank. Auch Strom kommt in der Frostsaison von der Schräge: Eine Photovoltaikanlage produziert saubere elektrische Energie, die sich nach dem Eneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu garantierten Preisen verkaufen lässt. Eine eingespeiste Kilowattstunde wird mit bis zu 57,4 Cent je nach Anlagengröße vergütet.
Quelle: Deutsche Poroton | Königswinter | 18.01.2005