ThermoPlan MZ8
Schnittzeichnung durch den MZ8
Der neue ThermoPlan MZ8: wärmer wird's nicht!


Spar-Tipps:

Günstig zum Traumhaus

Einfamilienhaus
  • Ziegelmauerwerk günstige Lösung

  • Architekt entlarvt Abzocker und erkennt Pfusch

  • Eigenleistung spart Lohnkosten, aber kostet Zeit

Das eigene Haus ist eine enorme Investition - für die meisten Baufamilien die größte ihres Lebens. Eigenmittel sind in der Regel begrenzt, Kredite kosten teure Zinsen. Niemand mag da zuviel ausgeben. Schön und zugleich günstig zu bauen, sind zwei Ziele, die durchaus miteinander vereinbar sind. Die Bauexperten von Poroton haben über ein Dutzend Spar-Tipps zusammengetragen - für ein Traumhaus, das sich mit weniger Euro in die Realität umsetzen lässt.

Erster Kosten- und damit Sparposten ist das Grundstück. Die Poroton-Experten weisen darauf hin, dass bei großen Grundstücken der Quadratmeterpreis meist günstiger ist als bei kleineren Flächen. Wenn es das örtliche Baurecht und die Erschließungspläne erlauben, so kann der potentielle Bauherr mit anderen gemeinsam ein zusammen-hängendes Bauland erwerben. Dieses wird dann in einzelne Parzellen unterteilt. Mit einer solchen Bauherrengemeinschaft lassen sich auch die Kosten für die Erschließung senken, also die Versorgung mit Strom, Gas, (Ab-)Wasser und Telefon. Ersparnisse ergeben sich, da die Versorgungsunternehmen nur einen Hausanschluss auf das Grundstück legen müssen.

Parallel zur Grundstücksuche, so empfehlen die Experten, laufen die Planungen für das Haus. Die Baufamilie sollte sich dabei nicht nur von den aktuellen Bedürfnissen leiten lassen - schließlich soll das Haus in der Regel mehrere Generationen lang genutzt werden. Größte Kostentreiber sind im übrigen Planungsänderungen: Stehen Entwurf und Bauprogramm, sollte daran festgehalten werden. Je weiter die Planungen fortgeschritten sind, desto teurer wird es, Umgestaltungen vorzunehmen. Weiter Sparen lässt sich, indem kleiner gebaut wird. Eine intelligente Raumplanung holt auch aus wenigen Quadratmetern viel Wohnfläche heraus - etwa durch weniger Flurflächen und Trennwände. Die Poroton-Experten sagen Ja zum Keller. Für nur wenig Mehrkosten schafft das Souterrain viel Platz und bedeutet eine erhebliche Wertsteigerung der Immobilie, z.B. beim Wiederverkauf.

Mit das wichtigste Bauteil ist die Außenhülle. Wer günstig bauen möchte, sollte ein kompaktes Haus mit einfachen, klaren Linien wählen. Jeder Vorsprung, jeder Erker, Giebel oder Balkon sind Details, die extra kosten. Massives Mauerwerk, etwa aus Ziegeln, zählt zu den wohngesunden, stabilen und trotzdem kostengünstigen Baustoffen. Großformatige Planziegel, etwa von Poroton, können schnell und einfach verarbeitet werden - es wird nur noch wenig Mörtel benötigt. Zudem erfüllen diese Mauersteine ohne zusätzliche Dämmung die Anforderungen der Energie-Einsparverordnung (EnEV). Ziegel sind jahrelang beständig, frei von Giften und brennen nicht. Die Innenwände sollten aus dem selben Material sein wie die Außenwände und die Geschossdecken. Denn wo ein Material-Mix verarbeitet ist, kommt es zu Rissbildungen, die teuere Reparaturen nach sich ziehen. Aus Ziegel lässt sich das Haus homogen aus einem Baustoff erstellen. Auch für die Dachform gilt: Je einfacher, desto preiswerter. So kommt ein Pultdach bis zu 10.000 Euro günstiger als ein Satteldach - allerdings entsteht unter Letzterem auch mehr Nutzfläche.

Sind die Pläne fertig, beginnt die kon-krete Phase des Hausbaus. Ein Architekt muss letztlich nicht teurer als andere Angebote sein. Nur der Fachmann ist in der Lage, das Preis-Leistungs-Verhältnis diverser Offerten zu beurteilen. Der Laie kann die Werbebot-schaften schwer durchschauen. Sinnvoll ist es zudem, den Bau von einem ausgewiesenen Ex-perten (Sachverständigen) begleiten zu lassen. Dieser deckt schon in der Bauphase Mängel auf. Eine Beseitigung nach Fertig-stellung des Hauses kommt ungleich teurer. Hier liegt ein enormes Einsparpotential. Ein derartiges Controlling bietet unter anderem der Verband Privater Bauherren an.

Eine solide Finanzierung besteht zu einem Drittel aus Eigenkapital, ein Drittel sollte aus einem Bausparvertrag kommen und lediglich das letzte Drittel über ein Darlehen finanziert werden. Auch der Staat hilft bei der Finanzierung: So macht etwa umweltschonende Technik das Haus dank Zuschüssen günstiger. Auch wer selbst Hand anlegt, kann die Baukasse deutlich entlasten. Vor allem ganz am Anfang und am Ende kann der Bauherr tätig werden: Das Ausheben der Baugrube, Malern, Tapezieren und das Verlegen von Teppichböden sind klassische Do-It-Youself-Bereiche. Auch die Dachdämmung muss nicht unbedingt ein Handwerker erledigen. Aber aufgepasst: Wer im Blaumann schuftet, spart zwar die Lohnkosten - erfahrungsgemäß aber braucht der Laie für dieselben Arbeiten länger. Damit entstehen Aufwendungen an anderer Stelle. Deshalb merke: Je kürzer die Bauzeit, desto kürzer die Zeit, in der zugleich Wohnungsmiete und Zinsen für die Baudarlehen anfallen.
Quelle: Deutsche Poroton  | Königswinter  | 29.09.2004