Anzeige Baumit

Knauf-Anzeige


Verputzen von Ziegelmauerwerk

Die Putz & Ziegel-Kombinations-Empfehlungen

Verputztes Ziegelmauerwerk

Eine Systempartnerschaft von Baumit und dem Ziegelwerk Klosterbeuren.

Die Kombination von Leichthochlochziegeln und Leichtputzen ist eine moderne und technisch hochwertige Wandkonstruk- tion. Als Systempartner geben der Putzspezialist Baumit und das Ziegelwerk Klosterbeuren Empfehlungen für die zeit- gerechte und abgestimmte Systemkombination für innovative Putz- und Ziegelsysteme.
Im Merkblatt finden Sie alle empfohlenen Produktkombinatio- nen der Systempartner Baumit und Ziegelwerk Klosterbeuren. Ausführliche Informationen zu den Produkten entnehmen Sie bitte den Produktprospekten und technischen Unterlagen der beiden Partnerunternehmen.

Folgende Broschüren können Sie zu diesem Thema herunter- laden:

Putzempfehlung BaumitBayosan
Beachten Sie bitte auch die aktuellen Merkblätter mit abgestimmten "Ziegel/Putz-Kombinationsempfehlungen" der folgenden Hersteller:


Verputztes einschaliges Ziegelmauerwerk ist eine bewährte Außenwand-Konstruktion.

Seine große Verbreitung beruht auf der hohen Ausführungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und der Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten. Putze und Ziegel sind mineralische Baustoffe, die sich in der Wand in idealer Weise ergänzen. Ziegel nach DIN 105 oder nach allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen für Außenwände bestehen aus porosiertem und gebranntem Ton mit Luftkammern. Für einschalige verputzte Ziegelaußenwände werden heute überwiegend wärmedämmende Ziegel mit Rechenwerten der Wärmeleitfähigkeit für das Mauerwerk zwischen 0,08 und 0,18 W/(m²K) eingesetzt. Die Ziegel müssen wie alle Wandbaustoffe güteüberwacht und zertifiziert sein. Der Ziegelhersteller muss über ein gültiges Übereinstimmungszertifikat verfügen. Mit verputzten Ziegelwänden können bei geeigneter Materialauswahl alle statischen und bauphysikalischen Anforderungen, wie Tragfähigkeit, Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz, sicher erfüllt werden. Außenputze bzw. Außenputzsysteme sind ein wichtiger Bestandteil der Außenwand, da sie das dahinter liegende Mauerwerk dauerhaft vor Witterungseinflüssen schützen und wesentlich zu den bauphysikalischen Eigenschaften der Außenwand beitragen. Diese Eigenschaften werden durch die Kombination von Festigkeit und wasserabweisender Wirkung des Putzes sowie der Putzdicke gewährleistet. Außenputze werden heute in der Regel aus Werktrockenmörtel hergestellt, maschinell gemischt, gefördert und verarbeitet. Außenputze sind in DIN V 18550 - Putz und Putzsysteme - genormt. Dabei wird nach ihrem Einsatzbereich unterschieden zwischen Außenwandputz oberhalb des Sockels, Sockelputz und Kellerwandputz im erdberührten Bereich. Für wärmedämmendes Ziegel- mauerwerk haben sich besonders Leichtputzsysteme nach DIN V 18550, Tabelle 5 bewährt, ebenso können Wärmedämmputzsysteme nach DIN V 18550 mit gutem Erfolg verwendet werden. Im gemeinschaftlichen Merkblatt “Leitlinien zum Verputzen von Mauerwerk und Beton“ haben die unten genannten Industrieverbände die wichtigsten Hinweise für fachgerechtes Verputzen auf Ziegelmauerwerk zusammengestellt. Mit dieser Information wenden sich die Verbände an Planer und Ausführende der Maurer- und Putzarbeiten. Die Broschüre “Leitlinien für das Verputzen von Mauerwerk und Beton” finden Sie im Downloadbereich.

Checkliste Außenputz auf Ziegelmauerwerk

 

 

Baustoffe  
  • Ziegel nach EN 771 oder allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung mit Übereinstimmungszertifikat
  • Putzmörtel aus Werktrockenmörtel nach DIN V 18550
Putzgrund  
  • Mauerwerk nach DIN 1053 und DIN 18330 (VOB/C)
    - Lagerfugen vollfugig vermörteln
    - Stoßfugen > 5 mm sind zu vermörteln
    - Überbindemaß einhalten
    - Fehlstellen beim Vermauern mit Mauermörtel schließen
    - Mauerwerk vor übermäßiger Durchfeuchtung schützen
Putzsystem  
  • Leichtputzsysteme nach DIN V 18550, Tab. 5 oder herstellerseitig empfohlener Putz
    - Druckfestigkeit des Unterputzes <= 5°C N/mm²
    - Unterputz/Oberputz wasserabweisend nach DIN V 18550
Prüfen und  
Vorbereiten  
des Putz-  
grundes  
  • Prüfung gemäß VOB
    - ausreichend trockener sauberer Putzgrund
    - lose Teile trocken entfernen
    - Temperatur >= 5°C
Auftrag des  
Unterputzes  
  • in 2 Arbeitsgängen: frisch in frisch
  • besondere Maßnahmen bei Materialwechsel im Putzgrund
Auftrag des  
Oberputzes  
  • Mindeststandzeit des Unterputzes beachten
  • gegebenenfalls Egalisationsanstrich auftragen

Herausgeber der Checkliste:
- Industrieverband Werkmörtel e.V.

- Bundesfachgruppe Hochbau im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
- Deutscher Stuckgewerbebund Bundesfachgruppe Stuck-Putz-Trockenbau im Zentralverband
  des Deutschen Baugewerbes