Produktkatalog
132-seitiger Produkt-Katalog als Download

Unser Unser 132-seitiger Produkt-Katalog als Download.

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu und wir wollen diese Gelegenheit wahrnehmen, um uns bei Ihnen für die angenehme Zusammenarbeit zu bedanken.

Damit wir auch 2019 wieder mit vollem Einsatz für Sie da sein können, machen wir vom 22.12.2018 bis einschließlich 06.01.2019 eine kurze Erholungspause. Beachten Sie bitte die nachfolgenden Abholzeiten:

  • Abholungen sind bis einschließlich 21.12.2017 / 17 Uhr möglich
  • telefonische Voranmeldungen für Abholungen aus dem Ausland werden am 21.12. bis 12 Uhr entgegen genommen
  • Am 07.01.2019 sind wir ab 7:30 Uhr wieder wie gewohnt für Sie da!

Seminar “Sicherheit im Schallschutz”

Die Kenntnis der neuen Norm sowie weiterer bestehender Regelwerke ist Grundlage für die Festlegung des geplanten Niveaus der gewünschten Anforderungen an den zu leistenden Schallschutz im Bauwerk.

Unterschieden in die wesentlichen vorhandenen Möglichkeiten der Übertragungswege gilt es anhand von Bauwerksplanung und Erstellen der rechnerischen Prognose die gesetzten Ziele nachzuweisen.

Anhand einer geprüften Software sowie den Produkten und produktspezifischen Stoßstellendämmmaße der Ziegelindustrie ist das nun anwendbare Nachweisverfahren wesentlich sicherer in der Prognose und Übereinstimmung mit eventuell später stattfindenden Güteprüfungen.

Ebenso ist ein Hinweis auf mögliche Umsetzungsfehler in der Ausführung und Aussagen aus der Praxis Bestandteil des Nachmittages. Eine Vorstellung und Einführung in die Rechensoftware ermöglicht den leichteren Einstieg in die selbständige Nachweisführung.

Programmablauf:

12:30 Uhr    Einlass – Empfang mit Imbiss

13:00 Uhr    Begrüßung durch die Geschäftsführer /Matthias Hörl (Dachau) – Thomas Thater (Klosterbeuren)

13:15 Uhr     Normative Grundlagen – Anforderungen / Referent: Dr. rer. nat. Thomas Hils

14:15 Uhr    Details und Lösungen in der Umsetzung / Referenten: Dr. Wolfgang Rath/Werner Holfeld

15:15 Uhr    Kaffeepause

15:30 Uhr    Beispiele in der Prognose mit der Schallschutz-Software / Referent: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Dörflinger

17:00 Uhr    Diskussion und Fragen / Ende der Veranstaltung

Veranstaltungsorte:

Referenten:

Dr. rer. nat. Thomas Hils
hils consult gmbh, ing.-büro für bauphysik, Kaufering
Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schallschutz, Bau- und Raumakustik, Wärme und Feuchtigkeitsschutz, IHK München & Oberbayern

Dr. Ing. Wolfgang Rath
Dipl.-Ing. (Univ)
Technische Bauberatung, Hörl & Hartmann Ziegeltechnik GmbH & Co. KG

Werner Holfeld
Technische Bauberatung, Ziegelwerk Klosterbeuren, Ludwig Leinsing GmbH + Co KG

Thomas Dörflinger
Dipl.-Ing. (FH)
Technische Bauberatung, Hörl & Hartmann Ziegeltechnik GmbH & Co. KG

Fortbildungspunkte:

Wir haben bei folgenden Organisationen die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung beantragt:
– Bayerische Ingenieurekammer-Bau
– Architektenkammer Baden-Württemberg
– Dena Energie-Effizienz-Expertenliste
Nach erfolgter Zusage senden wir den Teilnehmern automatisch eine Teilnahmebestätigung mit den gewährten Einheiten/Stunden zu.

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Neue Anlage, neue Formen, neue Möglichkeiten

Ziegelwerk Klosterbeuren investiert erneut in die Prozessoptimierung und steigert seine Produktionsqualität

Klosterbeuren(jm).

Fit für die Zukunft: Das Ziegelwerk Klosterbeuren hat erneut in die Prozessoptimierung investiert und jetzt für rund 1,2 Millionen Euro die Anlage für Formgebung sowie die komplette Nass- und Trockenseite im Werk I modernisiert. Die neuen Produktionsanlagen sind mit topaktueller Steuerungstechnik ausgestattet und ermöglichen es dem Unterallgäuer Unternehmen, jetzt noch schneller und flexibler als bisher auf individuelle Kundenwünsche reagieren zu können. Dank der Neuinvestition sind gänzlich neue Ziegelformen umsetzbar.

Allein in den vergangenen sechs Jahren hat das Ziegelwerk Klosterbeuren über zwölf Millionen Euro in neue Fertigungstechnologien sowie in Maßnahmen zur Energieeinsparung und Reduktion der Schadstoffemissionen gesteckt. Die jetzt  erfolgte Modernisierung der Anlage Formgebung, Nass- und Trockenseite war dabei ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft. „Mit Investitionen wie dieser optimieren wir die Prozesskette enorm und sorgen für deutliche Verbesserungen bei der Produktionsqualität. Zugleich bauen wir damit aber auch unseren Technologie-Vorsprung weiter aus“, sagte Thomas Thater, Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren.

Die bisherige Anlage im Werk I war bereits seit über 30 Jahren in Betrieb. „Wir konnten die Anlage trotz ihrer technischen Defizite zwar ausreizen, das lag vor allem am Know-how unseres erfahrenen Teams, doch um keine Abstriche bei der Qualität machen zu müssen, war die Modernisierung der Anlage  jetzt aber dringend nötig“, erklärte Michael Offner, Technischer Leiter des Ziegelwerks Klosterbeuren ist. So wurde die alte Produktionsanlage einerseits den hohen Qualitätsanforderungen an die heutigen Ziegelprodukte nicht mehr gerecht, andererseits wurde die Ersatzteilbeschaffung für die Anlage immer schwieriger. Beide Anforderungen löst die neue Anlage und durch den neuen Einzelabschneider kann die Länge der Abschnitte jetzt perfekt auf das unterschiedliche Schwindverhalten der verschiedenen Materialmischungen eingestellt werden. Die Qualität der Planziegel wird dadurch optimiert.

Um auf lange Sicht die Weichen für eine erfolgreiche Produktion zu stellen, investierte das Unternehmen deshalb rund 1,2 Millionen Euro und montierte in Eigenregie die neue Ziegelpresse mit Doppelwellenmischer der Firma Petersen, die Nassseite mit Einzelabschneider, die Trockenseite mit Abräumroboter sowie die Einrichtungen zum Ofenwagentransport von der Fa. Lingl aus Krumbach. Die neue Ziegelpresse schafft nicht nur eine Stundeleistung von 50 Tonnen, sondern macht es sogar möglich, neue Produkte mit zukunftsweisenden Lochgeometrien herzustellen und die Produktionsqualität deutlich zu steigern.

“Damit kommen wir unserem Anspruch, beste Qualität zu produzieren bedeutend näher”, erklärt Michael Hörl, der als technischer Geschäftsführer für das Projekt verantwortlich zeichnete.  Der funktionale Setzroboter garantiert darüber hinaus das schonende Handling der Ziegel, verbessert den Ofenwagenbesatz und folglich die Brennparameter im Ziegelbrennofen – das spart nicht nur Zeit, sondern vor allem auch Energie. Einmal mehr leistet das Ziegelwerk Klosterbeuren damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Und auch die Mitarbeiter profitieren in ihrem Arbeitsalltag von den Vorteilen der neuen Produktionsanlage: Denn Produktumstellungen können dank der neuen Robotertechnik jetzt mit nur wenigen Handgriffen vorgenommen werden und auch die Überwachung und Kontrolle der einzelnen Prozesse ist so einfach wie nie zuvor.  So garantiert die zukunftsweisende Steuerungstechnik optimale und individuelle Einstellmöglichkeiten. Nachdem die aufbereitete Lehmmischung also in mehreren Schritten in der neuen Anlage durchmischt, bedampft und gepresst wurde, kann sie je nach gewünschtem Format zugeschnitten werden. Abschließend werden die Ziegel getrocknet und im Brennofen gebrannt.

Das Ziegelwerk Klosterbeuren heizt jetzt besonders umweltfreundlich, mit der Abwärme aus der Ziegelproduktion

Klosterbeuren(jm).

Der Winter kann kommen! Wenn Mitarbeiter im Ziegelwerk Klosterbeuren künftig die Heizung in ihren Büros aufdrehen, können sie das mit gutem Gewissen tun. Denn das Ziegelwerk Klosterbeuren heizt jetzt besonders umweltfreundlich und spart so im Jahr rund 64 Tonnen CO2 ein. Das neue Heizkonzept wurde im Zuge des Neubaus eines Sozialgebäudes am Firmensitz entwickelt: weg vom Heizöl, hin zum Heizen mit der Abwärme aus der Ziegelproduktion. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Denn die Energie gibt es sozusagen „kostenlos“. Für die Planung, Analyse und Umsetzung holte sich das Ziegelwerk Klosterbeuren das Know-how der Energiespezialisten der e-con AG mit Sitz in Memmingen, einem Unternehmen der Alois Müller Gruppe.

„Als regional verwurzeltes Familienunternehmen liegt uns der Schutz der Umwelt seit jeher besonders am Herzen. Toll, dass wir mit unserem Neubau und dem damit verbundenen neuen Heizkonzept einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen können. Hier wollen wir auch als Vorbild für andere Unternehmen vorangehen und zeigen: Innovative und intelligente Energiekonzepte machen Sinn – für die Umwelt und das Unternehmen“, betont Thomas Thater, Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren. Insgesamt 550.000 Euro hat das Familienunternehmen in den neuen Sozialbau und das umweltfreundliche Heizkonzept investiert.

Auf rund 180 m2 bietet das neue Sozialgebäude den Mitarbeitern des Ziegelwerks Klosterbeuren Umkleiden, Duschen, neue Schulungs- und Besprechungszimmer sowie eine Teeküche. Im Juni wurde der Neubau auf dem Firmengelände bezogen. Seitdem funktioniert das Heizen besonders ökologisch: Der Neubau, aber auch die Büros im Altbau, werden über ein innovatives Heizkonzept mit der Abwärme aus der Ziegelproduktion in Werk 1 versorgt. Auch das Warmwasser, zum Beispiel für die Duschen, wird auf diese Weise erzeugt.

„Für unseren neuen Sozialbau wollten wir eine intelligente und umweltschonende Heizlösung, das war uns von Anfang an klar“, so Michael Offner, Technischer Leiter des Ziegelwerks Klosterbeuren. Das bereits bestehenden Bürogebäude im Ziegelwerk Klosterbeuren wurde bis dato mittels einer Ölheizung beheizt. „Die hätte auch locker noch ein paar Jahre gepackt. Im Sinne der Umwelt haben wir uns aber dann gleich für einen Rundumschlag und ein sinnvolles, umweltfreundliches Gesamt-Heizkonzept entschieden“. Auch der Altbau nebenan mit Büroräumen wird jetzt gleich umweltfreundlich mitbeheizt.

Im Bestandsgebäude spart das Ziegelwerk Klosterbeuren insgesamt 20.000 Liter Heizöl im Jahr, umgerechnet sind das rund 60 Tonnen CO2. Das neue Sozialgebäude hat einen errechneten Energiebedarf von 17.000 kWh. Auch dieser wird durch die Abwärmenutzung aus der Ziegelproduktion gedeckt. „Hier sparen wir – im Vergleich zu einer Gasheizung – noch einmal vier Tonnen CO2 pro Jahr“, erklärt der Technische Leiter.

Die ökologische Heizlösung nutzt die Abwärme aus der Ziegelproduktion in Werk 1. So funktioniert’s: Beim Brennen der Ziegel werden heiße Abgase frei. Diese gelangen in einen Luft-Wasser-Wärmetauscher, woraus Heizenergie gewonnen wird. Das erwärmte Heizwasser läuft in einen 2.000 Liter Pufferspeicher und wird von dort aus über eine Fernwärmeleitung in den neuen Technikraum des Sozialgebäudes geleitet. Hier sind auch die Heizzentralen des Altbaus angeschlossen. Die vorherigen Ölkessel wurden ersetzt. Die verschiedenen Heizungs-Unterstationen können über eine BUS-Leitung miteinander kommunizieren. Zusätzlich wurde ein  Gasbrennwertgerät mit 100 kW in das System integriert. Es federt Spitzenlasten ab oder sorgt bei Ausfall der Wärmerückgewinnung für eine kontinuierliche Wärmeversorgung der Gebäude, die an das neue Heiznetz angeschlossen sind.

Zuständig für die Vor-Ort-Analyse, die Planung und Umsetzung des neuen Heizkonzepts war die e-con AG aus Memmingen. Sie verfügt über umfassendes Know-how in den Bereichen Energieconsulting und -contracting. Die Allgäuer Energiespezialisten hatten mehrere Konzepte entwickelt und geprüft: zum Beispiel auch eine Gasheizung mit Sonnenkollektoren oder ein Mini-BHKW (Blockheizkraftwerk). „Letzten Endes haben wir uns dann für die Abwärmenutzung aus der Produktion entschieden“, sagt Offner. „Dieses Konzept hatte zwar die höchsten Investitionskosten, dafür bekommen wir die zum Heizen benötigte Energie quasi kostenlos. Zudem waren einige Grundsteine für das Konzept bereits angelegt“.

So war beispielsweise schon der Wärmetauscher in der Produktion installiert gewesen. Mit dessen Hilfe hatte das Ziegelwerk Klosterbeuren bereits die Abwärme des Brennofens zur Trocknung der Ziegel genutzt. „Einen großen Teil der Abwärme mussten wir jedoch ungenutzt an die Umwelt abgeben. Wir hatten einfach nicht genug Bedarf an Heizenergie auf unserem Firmengelände. Im Zuge des neuen Sozialbaus haben wir dann eben Bedarf geschaffen, um die Abwärme aus der Produktion effektiv nutzbar zu machen“, erklärt Offner.

Seit jeher legt das Ziegelwerk Klosterbeuren großen Wert auf Nachhaltigkeit und den Schutz der Umwelt. Im Rahmen des werkseigenen Umweltkonzepts erneuerte das Familienunternehmen 2016 seine Rauchgasreinigungsanlage und setzte damit einen weltweiten Maßstab in der Ziegelproduktion: die Rauchgasreinigungsanlage reduziert Schadstoffemissionen um 99 Prozent. Auch in Bezug auf Energiemanagement ist das Ziegelwerk Klosterbeuren ein Pionier: Bereits 2012 was das Unternehmen als erster Mauerziegelhersteller weltweit vom TÜV Süd für sein ausgeklügeltes Energiemanagementsystem nach DIN EN 16001 zertifiziert worden und erreichte auf Anhieb auch das Audit nach der neuen Norm DIN EN 50001. Darüber hinaus nimmt das Familienunternehmen am Umweltprojekt „Ökoprofit Memmingen und Unterallgäu“ teil.

08.02.2019-10.02.2019, Messe Augsburg /Auch 2019 finden Sie uns wieder am Gemeinschaftsstand mit Hörl & Hartmann.

Nähere Informationen zum Programm und den Referenten sowie einen Rückblick auf die vergangenen Mauerwerkstage finden Sie unter www.mauerwerkstag.info – hier können Sie sich auch gleich online anmelden!

Sie finden uns am Samstag, 9. März und am Sonntag, 10. März 2019 von 9:30 — 17:00 Uhr in der bigBOX, Allgäu, Kotterner Str, 64, 87435 Kempten, an Stand 61.

Zur Homepage der Messe und zur Anfahrtsbeschreibung.

Sie finden uns am 9. und 10. März 2019 an Stand 100 im großen Saal (Obergeschoß) der Stadthalle Memmingen, jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich über die Vorteile eines Ziegel-Massivbaus zu informieren!

Zur Homepage der Messe .

In Memmingen hat die Rohrbeck-Bentivoglio GbR ein Gebäude aus dem historischen Ensemble „Südlicher Schrannenplatz“, das durch einen Brand stark beschädigt worden war, akribisch nach seinem klassizistischen Vorbild rekonstruiert und in einen Hotelbetrieb umgewandelt.

(tdx) Die beschauliche Stadt Memmingen befindet sich im bayerischen Oberschwaben, direkt an der Grenze zum Allgäu. Trotz seiner nur knapp 43.000 Einwohner und der ländlich anmutenden Umgebung aus grünen Wiesen und sanften Hügeln bildet es einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im süddeutschen Raum. Die Autobahnen A7 und A96 kreuzen sich hier und der Allgäu-Airport ist ein beliebter Flughafen bei Urlaubern im gesamten Südbayern. Auch die malerische Memminger Altstadt lockt ganzjährig Besucher an. Mit ihren vielen Plätzen, den Patrizierhäusern, Palästen und der Stadtbefestigung zählt sie zu den am besten erhaltenen Städten in Süddeutschland. Grund dafür sind nicht zuletzt die hohen Anforderungen, welche die Stadtverwaltung bei Sanierungsfällen auferlegt.

Dies zeigte sich auch bei der Rekonstruktion des ehemaligen Gasthofes „Zum Goldenen Raben“. Das denkmalgeschützte Gebäude war bei einem Brand stark beschädigt worden und musste aus Sicherheitsgründen teilweise eingerissen werden. Gebäudeeigentümer und Stadtverwaltung konnten sich auf eine originalgetreue Rekonstruktion des Gebäudes einigen und so das historische Ensemble „Südlicher Schrannenplatz“ erhalten.

Akribische Rekonstruktion nach klassizistischem Original

Mit Ausnahme der Erdgeschossgestaltung und unter Einbeziehung moderner Raumhöhen entschieden sich Eigentümer und Bauherr für eine deckungsgleiche Rekonstruktion des Vorläuferbaus. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den zeittypischen Zierelementen und der Giebelamphore. Die Architektur des frühen Klassizismus war an diesem Gebäude besonders deutlich ausgeprägt und konnte durch die engagierte Rekonstruktion erfolgreich erhalten werden.

Seit dem Wiederaufbau beherbergt das Gebäude ein Restaurant mit Lounge sowie ein Hotel. Im Souterrain wurde außerdem ein Tagungsraum untergebracht. Alle Zimmer sowie das Restaurant wurden hochwertig ausgestattet, so wurde zum Beispiel in allen Zimmern und Suiten ausschließlich Echtholzparkett verlegt. Auch die Bäder wurden anspruchsvoll gestaltet. Großformatige Fliesen in Steinoptik verbinden sich mit Waschtischen aus Massivholz und bodengleichen Duschelementen zu einem ansprechenden Wohlfühlambiente. Für die Integration des Restaurants musste im Bereich des Erdgeschosses vom ursprünglichen Gebäudeschema abgewichen werden, da man die ehemals massive Außenwand zu Gunsten des Lichteinfalls durch großzügige Glaselemente ersetzte. Das übrige Gebäude wurde jedoch getreu dem denkmalgeschützten Original wieder aufgebaut.

Für das vorbildliche Engagement und besonders für die überzeugende Rekonstruktion des äußeren Erscheinungsbildes lobte der Bausenat der Stadt Memmingen 2016 den Fassadenpreis aus. Mit diesem Preis würdigt der Stadtrat private Initiativen für den Erhalt des Memminger Stadtbildes.

Die Bausubstanz

Um eine originalgetreue Rekonstruktion zu ermöglichen, entschieden sich Bauherr und Planer für den Baustoff Ziegel. Mit ihm lassen sich individuelle Formen am Gebäude besonders effektiv realisieren. Da er außerdem eine hohe Stabilität und damit einen hohen Werterhalt aufweist, ist er für den Geschossbau besonders geeignet. Zudem besitzt der Ziegel hervorragende Brandschutzeigenschaften – ein Aspekt, der bei dem Bauvorhaben eine besonders große Rolle gespielt haben dürfte. Denn sowohl der gebrannte Ziegel als auch das Dämmmaterial sind Feuer- und Hitzebeständig und somit nicht brennbar. Auch in Sachen Lärmschutz bewährt sich dieser Baustoff, was im Bereich der Hotelzimmer besonders bedeutsam ist.

Energiebilanz und Wärmedämmung

Als eines der ersten von Menschenhand hergestellten Baumaterialien gilt der Ziegel heute wieder als zukunftsweisendes und dabei äußerst ökologisches Bauprodukt, das auch in Punkto Wärmeschutz und Wohnraumklima auf ganzer Linie überzeugt. Außenwände sind wind- und luftdicht und absolut regenundurchlässig. Feuchtigkeit in den Wohnräumen hingegen diffundiert, über die Kapillarwirkung des Ziegels verstärkt, nach außen. So bleibt die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung stets im idealen Bereich. Da bei einem historischen Gebäude in der Regel aus Gründen des Denkmalschutzes und der meist aufwendig gestalteten Fassaden kein Vollwärmeschutz aufgebracht werden kann, ist ein gut dämmender Baustoff wie der Ziegel von besonderer Relevanz für den Energieverbrauch.

Quelle: Mein Ziegelhaus | Königswinter | 10.04.2018

Mauerwerkstag 2018: Experten klären über Neuerungen bei Energieeffizienz, Schallschutz und Baurecht auf

Memmingen/Klosterbeuren (jm).
Ob Energieeffizienz oder Schallschutz: Die Anforderungen an Gebäude steigen in allen Bereichen. Wie die immer größeren Herausforderungen im Wohnungsbau zu meistern sind, dafür gab es jetzt Menge Tipps beim Mauerwerkstag 2018 in der Stadthalle Memmingen. Rund 300 Architekten, Planer, Bauunternehmer, Handwerker und Baustofffachhändler informierten sich über neue Regelungen, neue Produkte und Neues aus dem Baurecht. Der Mauerwerkstag wird jährlich von den Ziegelwerken Klosterbeuren und Bellenberg sowie der Vertriebsorganisation Südwest Ziegel GmbH organisiert und zählt zu den bedeutendsten Fortbildungsveranstaltungen der Baubranche in Süddeutschland.

„Der Mauerwerkstag war wieder ein voller Erfolg. Dass so viele Bauexperten anwesend waren, weist den Weg in die richtige Richtung. Denn damit die Baubranche die immer größeren Herausforderungen meistern kann, müssen sich Bauunternehmer und Investoren aktiv mit innovativen Lösungen und neuer Technologie befassen. Zugleich ist natürlich die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen im Wohnungsbau zu verbessern“, sagte Organisator Thomas Thater, kaufmännischer Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren.

Das neue Wärmebrücken-Beiblatt brachte Prof. Dr.-Ing. Martin H. Spitzner von der Hochschule Biberach den Teilnehmern des Mauerwerkstags näher. Entsprechen die Wärmebrücken eines Gebäudes den Vorgaben des Beiblattes, kann bei der Berechnung des Wärmeverlusts ein reduzierter Zuschlag zum U-Wert verwendet werden. „Nehmen Sie den verminderten Zuschlag in Anspruch! Das lohnt sich“, empfahl Spitzner und verdeutlichte die praktische Umsetzung an einem Gebäude in Bellenberg.

Um die neuen Regelwerke zum Schallschutz ging es im Vortrag von Dipl.-Ing. Michael Gierga von der Ingenieurgesellschaft für Bauphysik Kurz und Fischer aus Bottrop-Kirchhellen. Er erklärte, wie erhöhter Schallschutz in Mehrfamilienhäusern in Ziegelbauweise aussehen kann und betonte die steigende Bedeutung des Schutzes gegen Außenlärm. „Die Fenster stellen weiterhin die Schwachstelle der Fassade dar. Deshalb sollten die Fensterflächen zu lärmbelasteten Straßen vermindert und die Raumanordnungen in Wohnungen optimiert werden“, sagte Gierga.

Teil eines kompletten Schallschutz-Konzeptes sind der ThermoPlan Plan-Schalungsziegel USZ und der ThermoPlan Planfüllziegel PFZ des Ziegelwerks Klosterbeuren. Diese und weitere innovative Produkte des bayerischen Qualitätsherstellers stellte Werner Holfeld, Leiter der technischen Bauberatung und Objektbetreuung des Ziegelwerks Klosterbeuren, beim Mauerwerkstag vor. Weitere Vorteile von Ziegeln brachte Dipl.-Ing. Hans R. Peters, Geschäftsführer von Mein Ziegelhaus, den Teilnehmern näher. „Sie können sich sicher sein, dass ein Ziegelbau in jeder Nachhaltigkeits-Diskussion überzeugt. Und zum Beispiel beim sommerlichen Wärmeschutz schneidet ein Massivbau deutlich besser ab als ein Leichtbau“, sagte er.

Wesentliche Veränderungen zur Bemessung von Mauerwerk bringt das Normenkonzept Eurocode 6 (DIN EN 1996) mit sich, wie Prof. Dr.-Ing. Detleff Schermer von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg erklärte. „Die Nachweise für Standardfälle sind mit dem vereinfachten Verfahren schnell und sicher möglich“, betonte Schermer und zeigte die praktische Anwendung des EC6 anhand eines Beispielgebäudes auf. 

Neues vom Baurecht präsentierte außerdem der em. Universitätsprofessor Dr. Axel Wirth von der Technischen Universität Darmstadt den Teilnehmern des Mauerwerkstags. „Der Gesetzgeber hat nun vieles geregelt, wo es vorher Schwierigkeiten in der Praxis gab. Ein Großteil der Neuerungen ist Verbraucherschutz“, sagte Wirth. Der Rechtsanwalt gab viele Tipps zum aktuellen Architekten- und Bauvertragsrecht.  

Abgerundet wurde der Mauerwerkstag in Memmingen von einem Vortrag von Urs Meier, Top 100-Speaker, Fernsehkommentator und ehemaliger Fifa-Schiedsrichter. Er zeigte auf, dass ein faires Miteinander und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, trainierbar sind. „Pfeifen kann jeder. Doch für Leiten und Führen braucht es andere Qualitäten. Seien Sie bei jeder Entscheidung berechenbar und zuverlässig. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie sie mögen, dass Sie für sie da sind und sie schützen“, gab Meier den Bauexperten mit auf den Weg. 

In der begleitenden Ausstellung präsentierten wie gewohnt zahlreiche führende Hersteller aus der Bauindustrie ihre innovativen Produkte und Lösungen. Aufgrund der hohen Qualität und der fachlichen Neutralität haben die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die Architektenkammer Baden-Württemberg den Mauerwerkstag in Memmingen als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Die Besucher konnten sich für ihre Teilnahme zwischen zwei und sieben Zeiteinheiten anrechnen lassen.

Jensen-Media Ι Memmingen Ι 07.02.2018