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Energiemanagement zahlt sich für Umwelt und Unternehmen aus

Klosterbeuren (jm).
Energiesparen ist Trumpf: Als weltweit erster Mauerziegelhersteller ist das Ziegelwerk Klosterbeuren (Unterallgäu) jetzt vom TÜV Süd für ein ausgeklügeltes Energiemanagementsystem nach DIN EN 16001 zertifiziert worden. Mit Änderungen der Prozessabläufe und durch gezielte Investitionen in Millionenhöhe erreicht das Familienunternehmen eine jährliche Kosten-reduzierung um bis zu 20.000 Euro und eine Minimierung des CO2-Ausstoßes.

„Unser ökologischer Baustoff Ziegel stammt aus Allgäuer Erde. Mit der Einführung des Energiemanagementsystems können wir einen weiteren wichtigen Beitrag dazu leisten, unsere Umwelt zu schonen. Aufgrund der stetig steigenden Energiepreise macht das Eindämmen des Energieverbrauchs natürlich auch betriebswirtschaftlich Sinn“, sagt Thomas Thater, Kaufmännischer Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren.

Der schonende Umgang mit den Ressourcen ist im Ziegelwerk Klosterbeuren fest in den Unternehmenszielen verankert und soll in Zukunft laufend verbessert werden. Das Ziegelwerk hat daf ür eigens eine neue Stelle geschaffen: die des Energiemanagers als Assistent der Geschäftsleitung.

„Einsparmöglichkeiten finden sich in praktisch jedem Arbeitsprozess“, sagt Hubert L. Thater, der technische Geschäftsführer. Allein die Reduzierung des Kompressordrucks von bisher durchgängig 10 bar auf 7,2 bar bringt eine Reduzierung der Stromkosten um 30 Prozent in der Kompressoranlage des Ziegelwerkes. Für den noch schonenderen Abbau der Tonerde installierte das Unternehmen eine zusätzliche Bandförderanlage und eine Brecheranlage, um die Fahrwege, den Energieverbrauch und die Emissionen der eingesetzten Raupenfahrzeuge zu reduzieren. Mit der Installation der mittlerweile fünften Photovoltaikanlage, der Anschaffung einer neuen mechanischen Verpackungsanlage und der Erneuerung des Fuhrparks (Lkw und zwei Gabelstapler) investierte das Ziegelwerk Klosterbeuren insgesamt über eine Million Euro in gezielte Energiesparmaßnahmen.

Weitere Schritte sollen folgen: Bereits jetzt ist in den bisherigen Produktionshallen der Austausch der bestehenden Beleuchtung projektiert, die aktuellen Leuchtmittel sollen durch Lampen mit niedriger Wattzahl und größerer Leuchtkraft ersetzt werden. Auch die Außenbeleuchtung auf dem Firmengelände wird mit Hilfe eines Dimmsystems in Abhängigkeit der Umgebungshelligkeit optimiert. Das Gleiche gilt für die Einstellung der Trocknungsanlage und der Brennöfen in der Produktionshalle.

Aber auch im Kleinen kann Energie gespart werden. „Bei einem Ideenwettbewerb unter den Mitarbeitern kamen jede Menge gute Vorschläge. Vom Licht oder Computer ausschalten in der Mittagspause bis zum optimierten Umgang mit der Frankiermaschine war alles mit dabei“, sagt Projektleiter Norbert Welp, Leiter Qualitätssicherung im Ziegelwerk Klosterbeuren. Das Umweltbewusstsein ist firmenintern geschärft: Egal, ob Neuer PC für die Verwaltung oder neues Fahrzeug für den Fuhrpark – jede Neuanschaffung wird auch in Hinblick auf die Energieeffizienz durchleuchtet.

Energiesparen und die Natur achten sind im Ziegelwerk Klosterbeuren seit vielen Jahren Programm: Im Jahr 2004 nahm das Unternehmen seine erste Photovoltaikanlage in Betrieb, vor über 15 Jahren installierte die Familie Thater ohne gesetzliche Verpflichtung in der Produktion eine Rauchgasreinigungsanlage und Rauchgasnachverbrennung zur Energierückgewinnung und Schadstoffminimierung.

Quelle: Ziegelwerk Klosterbeuren | Klosterbeuren | 30.04.2012