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Lofts in ehemaliger Hanfspinnerei

Komplettsanierung einer alten Industrieanlage

Wohnen in alten Industrieanlagen ist attraktiv. Auch die 30 neuen Lofts in der alten Ramie-Spinnerei in Emmendingen finden daher großen Anklang. Architekt und Bauherr gelang es zudem den alten Charme mit modernen Wohnelementen zu kombinieren.

Königswiter (prc). Abriss oder Sanierung? Für Architekt Udo Hoffmann vom uh Architekturbüro und den Bauherr Steinhauser Wohnbau GmbH stellte sich die Frage nie, denn ihnen war bewusst, dass die ehemalige Ramie Hanfspinnerei im badischen Emmendingen sich optimal für ein attraktives Wohnbauprojekt eignet. Aus diesem Grund wurden das Kesselhaus und die Maschinenhalle komplett entkernt. So entstanden zwei eindrucksvolle Beispiele für das Zusammenspiel von Industriearchitektur vergangener Zeiten und hochwertigem Wohnbau moderner Zeit. Insgesamt wurden 30 Lofts mit Größen zwischen 39 und 228 m² geschaffen, die über ihren ganz eigenen Charme verfügen.

Die Lage

Das 3.470 m² große Gelände der Hanfspinnerei liegt in einem reinen Wohngebiet in der großen Kreisstadt Emmendingen. Die Stadt ist das Mittelzentrum des gleichnamigen Landkreises in der Region südlicher Oberrhein. Sie liegt eingebettet zwischen der Vorbergzone des Schwarzwalds und dem Kaiserstuhl. Nur wenige Gehminuten von den Ramie-Lofts entfernt befinden sich die Elz, der Mühlbach, der Bahnhof, und das Einkaufscenter Merk-Galerie. In Reichweite liegt zudem die Universitätsstadt Freiburg. Mit der Bahn oder mit dem Auto dauert die Fahrt weniger als eine Viertelstunde.

Die Anforderungen an den Architekten

Das 1904 erstellte Maschinenhaus und das 1938 im gleichen Stil erbaute Kesselhaus repräsentieren die Industriearchitektur des beginnenden 20. Jahrhundert. Mit klar gegliederten Fassaden, dem roten Klinkermauerwerk und den hohen, schlanken Fenstern strahlen sie die funktionale Eleganz der Industriearchitektur ihrer Epoche aus. Entsprechend musste Architekt Hoffmann mit der historischen Bausubstanz und der Geschichte des Gebäudes besonders sensibel umgehen. „Wir wollten die Struktur erhalten, das ist ja gerade das Besondere an dem Objekt“, betont Hoffmann. So wurde der monumentale Kesseltrichter im obersten Geschoss ebenso erhalten wie der massive Schornstein mit der Aufschrift Ramie.

In den zwei Gebäuden plante Hoffmann eine gemischte Nutzung von Wohnen und Arbeiten. Das Kesselhaus, in dem sich 16 Lofts und eine Arbeitsfläche befinden, verfügt über fünf Geschosse in ursprünglicher Höhe. Die Giebel des Maschinenhauses wurden nach dem historischen Vorbild wieder hergestellt und das jetzt zweigeschossige Gebäude um ein weiteres Geschoss und eine Penthouse-Ebene aufgestockt. Insgesamt entstanden 14 Lofts und ebenfalls ein Arbeitsbereich. Die beiden Gebäude werden durch ein neues Treppenhaus mit Aufzugsanlage verbunden und erschlossen und ermöglichen einen barrierefreien Zugang zu den Wohnungen.

Bei der Wohnraumplanung entschied sich Hoffmann für eine offene, flexible Grundrissorganisation mit ein bis sechs Zimmern und individuell konzipierten Wohnflächen. Ein hochwertiges Wohngefühl sollte mit Raumhöhen von drei Metern entstehen. Die Wohn-/Essbereiche wurden überwiegend nach Süden und Westen orientiert, um für eine helle und angenehme Atmosphäre zu sorgen. Massivholzparkett, Fußbodenheizung und elektrische Jalousien heben den Wohnwert ebenso wie attraktive Badezimmerausstattungen – beispielsweise mit bodenebenen Duschen.

Abgerundet wurden die Planungen von großzügigen Balkonen sowie Garten- und Dachterrassen, einer außergewöhnlich gestalteten Gartenanlage, Carports und Garagen mit Dachbegrünungen und abschließbarem Abstellraum sowie abschließbaren und offenen Fahrradabstellbereichen.

Die Bauphase

Aufgrund der vielfältigen Anforderungen bei einer Kernsanierung sowie der bestehenden Klinkeroptik entschieden sich der Planer und Bauherr für den Wandbaustoff Ziegel von Mein Ziegelhaus. Der Innenausbau der total entkernten Gebäude wurde mit hochstabilen Planfüllziegeln umgesetzt. Diese mit schwerem Beton verfüllten Ziegel erreichen eine besondere Stabilität, die in Kombination mit Altbestand von enormer Wichtigkeit ist. Die massive Bauweise mit schweren Bauteilen sorgt zudem für einen gehobenen Schallschutz gemäß DIN 4109.

Die Penthousewohnungen wurden mit dem ThermoPlan S9 gebaut. Der hochwertige Ziegel für den Wohnungsbau verfügt über ein optimiertes Lochbild, das durch viele Wärmekammern eine ausgezeichnete Wärmedämmkraft ermöglicht. Der S9 erreicht eine Wärmeleitfähigkeit von 0,09 W/(mK) und übertrifft damit ohne zusätzliche Dämmung die Anforderungen an einen erhöhten Wärmeschutz für die Außenwände des Hauses.

Für die Neubaubereiche, die im Rahmen des gesamten Projekts entstanden, nutzen Architekt und Bauherr den Wärmedämmziegel MZ10. Der MZ10 ist unter anderem für Außenwände im Geschosswohnungsbau konzipiert. Er ist mit Steinwollepads gefüllt und erreicht somit eine Wärmeleitfähigkeit von 0,10 W/(mK) und einen U-Wert von lediglich 0,26 W/(m²K). Darüber hinaus ist der MZ10 in die Feuerwiderstandsklasse REI-M 120 eingestuft und somit mindestens 120 Minuten in den Flammen stabil – ein wichtiger Sicherheitsaspekt im Wohnungsbau.

Ziegel besitzen zusätzlich weitere attraktive Vorteile. Durch die Herstellung aus den natürlichen Materialien wie Ton und Lehm ergibt sich eine umwelt- und gesundheitsschonende Verbindung, die keine Schadstoffe abgibt. Zudem sind Ziegel diffusionsoffen, das heißt sie sind in der Lage den Feuchtegehalt des Raumklimas positiv zu beeinflussen. Die Wände bleiben dabei stets trocken. Ziegel sind daher ein gesundheitlich unbedenkliches, nachhaltiges und ökologisches Produkt.

Quelle: Mein Ziegelhaus | Königswinter | 21.04.2015